Auf einer Kitschpostkarte gelandet?

Auf einer Kitschpostkarte gelandet?

Wir haben drei anstrengende aber atemberaubende Tage auf dem Malignelake hinter uns. Türkises Wasser, hohe Gipfel und weiße Gletscher. So schön, dass man sich glaubt auf einer Postkarte zu befinden.

Maligne-4

Maligne3

MAligne-2

Maligne-1

 

22 km sind wir hinein gepaddelt. Zu Beginn nervten noch die Ausflugsdampfer, die regelmäßig an uns vorbei schipperten. Malignelake ist eines der beliebtesten Ausflugsziele in Kanada. Aber nach den ersten 10 km hatten wir die Welt und die atemberaubende Kulisse ganz für uns. -am hintersten Winkel dieses Sees liegt ein kleiner Zeltlatz mit 8 Plätzen. Der Platz ist streng limitiert und wir hatten das Permit für die letzten beiden Plätze ergattert. Erfreulicherweise gabe es dennoch außer uns nur ein weiteres Paar. Die beiden waren ganz erfreut, nicht mehr alleine zu sein. Manchen Menschen macht diese tiefe Einsamkeit etwas Angst. Am Morgen nach der ersten Nacht kam uns ein Ranger besuchen. Anstatt unser Permit zu kontrollieren unterhielt er sich lange mit uns über den Sinn und Unsinn des hier praktizierten Tourismus. Auf unsere Frage, wo man hier eine einsame Wanderung machen könnte, empfahl er uns eine nicht empfehlenswerte (weil weglose) Wanderung auf einen nah gelegenen Gipfel. Ohne seine Wegbeschreibung hätten wir uns nie dort hin gewagt. Zunächst mussten wir ein wenig paddeln, dann ging es quer durch den Wald. Schwierig, weil man im Wald sofort die Orientierung verliert und es mühsam ist über umgestürzte Bäume und Unterholz zu klettern. Dann ging es einen steilen Lawinenweg hinauf. So steil, dass man immer für 2 Schritte vor einen wieder zurück rutschte. Schließlich erreichten wir völlig erschöpft den Aussichtspunkt mit fantastischer Aussicht auf den See und die umliegenden Gipfel und Gletscher.

 

IMG_5241

IMG_5275

IMG_5250

IMG_5190

Die 2. Nacht war wenig erfreulich. Der kleine Zeltplatz war völlig überfüllt und da es Wochenende war feierten die anderen Camper die ganze Nacht lautstark. Am dritten Tag paddelten wir die ganzen 22km wieder zurück. Immer wieder drohte Regen, dennoch blieben wir trocken und kamen sehr erfüllt und zufrieden wieder zurück.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*