{"id":33,"date":"2014-11-22T20:03:53","date_gmt":"2014-11-22T18:03:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wildnistrip.de\/?page_id=33"},"modified":"2014-12-09T16:02:56","modified_gmt":"2014-12-09T14:02:56","slug":"winter-in-bugaboo","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wildnistrip.de\/?page_id=33","title":{"rendered":"Winter in Bugaboo"},"content":{"rendered":"<p><b>Winter in Bugaboo<\/b><\/p>\n<p>Wenn man von der ersten Woche in Nova Skotia absieht, hatten wir die letzten Wochen durchg\u00e4ngig Sonne und hei\u00dfes Wetter. Nun sind wir im tiefsten Winter gelandet. Im Bugaboo provincial park warten imposante Gletscher mit m\u00e4chtigen Felsgipfeln dazwischen auf. Es ist ein Paradies f\u00fcr Bergsteiger und eines der ber\u00fchmtesten Klettergebiete der Welt. Die Anfahrt hierhin gab schon atemberaubende Blicke auf gewaltige Gletscher frei. Leider tr\u00fcbte das Wetter ein. Es regnete die ganze Nacht ununterbrochen und auch am Tag h\u00f6rte der Nieselregen nicht auf. Nach und nach tr\u00f6pfelten die Bergsteiger, die oben am Gletscher campiert hatten zwar mit leuchtenden Augen aber klitschnass hier unten am Trailhead ein. Oben sei Winter erz\u00e4hlten sie und der Gletscher, der am Vortag eher blau schimmerte, war am n\u00e4chsten Morgen, wenn die Nebelschwaden mal einen Blick erlaubten wei\u00df. Auch die Baumspitzen weiter oben sind mit Neuschnee \u00fcberzogen. Wir wollten unbedingt n\u00e4her an den Gletscher heran wandern und da das Wetter es noch nicht erlaubt, wollten wir abwarten bis besseres Wetter kommt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Bugaboo-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-100\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Bugaboo-1-300x199.jpg\" alt=\"Bugaboo-1\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Bugaboo-1-300x199.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Bugaboo-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Bugaboo-1.jpg 1037w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eine Kuriosit\u00e4t dieses Parks ist, dass die Stachelschweine sich auf Autoreifen spezialisiert haben. Wenn das Auto nicht komplett mit H\u00fchnerdraht umwickelt ist, zerbei\u00dfen sie Reifen, Bremsleitungen und alles, was sie erreichen k\u00f6nnen. Das kann einen \u00fcbel erwischen, wenn man 60 km weit von menschlicher Hilfe ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr uns hatte das Einpacken des Autos in H\u00fchnerdraht jedoch den unangenehmen Nebeneffekt, dass dieser eine prima Leiter f\u00fcr die M\u00e4use ist. Anfangs dachten wir noch wir h\u00e4tten sie versehentlich mit auf dem Boden stehenden Lebensmittelkisten eingeschleppt. Nachdem ich jedoch mit selbstkonstruierten Fallen 30 min lang versuchte sie (vergeblich) zu fangen und mir die M\u00e4use munter \u00fcber die F\u00fc\u00dfe sprangen und Sascha feststellte, dass sich nicht etwa um eine oder 2 handelte, sondern mindestens 5 oder 7 M\u00e4use, die in unserem Auto und mit unseren Vorr\u00e4ten eine Fete feierten, wurde uns klar, wie sie ins Auto kamen. Was tun? Die Lebensmittel rausholen und riskieren einen B\u00e4ren anzulocken oder sie von den M\u00e4usen fressen zu lassen? Wir entschieden uns f\u00fcr letzteres. Eine Nacht sp\u00e4ter h\u00f6rten wir dann verd\u00e4chtige Nage-und Schabger\u00e4usche am Auto. Sollte sich tats\u00e4chlich ein Stachelschwein durch den Draht einen Weg gebahnt haben? Ich wie immer direkt hellwach, springe aus dem Auto um den Misset\u00e4ter zu stellen. Aber bis ich drau\u00dfen bin, ist er weg. Also wieder in den warmen Schlafsack gekuschelt. Es sind ungef\u00e4hr 5 Grad. Kaum liege ich geht es schon wieder los. Dieses mal muss Georg, schlaftrunken oder nicht mit hinaus. Wieder nichts zu entdecken. Mitten in der Nacht schleppen wir weitere Steine heran, um den Draht noch besser zu befestigen. Dieses mal bleibe ich drau\u00dfen und halte Wache. Doch wir scheinen den hungrigen Nager vertrieben zu haben. Eiskalt ist mir, als ich mich dann endlich wieder ins Bett lege. Am kommenden Morgen ist Saschas Stuhl angenagt. Ein Verlust, den wir verkraften k\u00f6nnen, ihn aber nachdem die M\u00e4use schon ein Loch in seinen wertvollen Rucksack geknabbert haben zutiefst erz\u00fcrnt. Sascha schmiedet alle m\u00f6glichen Rachepl\u00e4ne. Gl\u00fccklicherweise muss ich den Tierschutzverein nicht einschalten, weil er den \u00dcbelt\u00e4ter nicht erwischt&#8230;..<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">Den Regentag auszuharren, erst unser zweiter Regentag auf der gesamten Reise, hat sich sehr gelohnt. Die Bugaboo Spires, dass sind m\u00e4chtige bis 3400 Meter hohe Granitbl\u00f6cke, die inmitten gewaltiger Gletscher liegen. Von all den wundersch\u00f6nen Landschaften die wir inzwischen gesehen haben ist diese die sch\u00f6nste und beeindruckendste. Wir machen wundersch\u00f6ne Touren zwischen und um die Spires und sind berauscht von dieser fantastischen Bergwelt. 1400 H\u00f6henmeter t\u00e4glich, die zwar anstrengend sind, aber allemal die M\u00fche wert. Bis auf die Bergsteiger, die wohl noch etwas verr\u00fcckter als wir sind und in mehrt\u00e4gigen Klettertouren diese senkrechten Granitw\u00e4nde bezwingen, sehen wir meist keinen Menschen. An einem Abend lernen wir Mark, einen Kanadier aus British Columbia kennen. Nach einigen gemeinsamen Gl\u00e4sern Wein, wird unsere bisherige Route \u00fcber den Haufen geworfen. Er meint wir sollten unbedingt nach Jasper und gibt uns mehrere Wandertipps. Was solls, fahren wir also 1000 Kilometer mehr. Wer wei\u00df schon, wann wir nochmals hierhin kommen. Mit neuen Pl\u00e4nen fahren wir bei 35 Grad weiter Richtung Golden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winter in Bugaboo Wenn man von der ersten Woche in Nova Skotia absieht, hatten wir die letzten Wochen durchg\u00e4ngig Sonne und hei\u00dfes Wetter. Nun sind wir im tiefsten Winter gelandet. Im Bugaboo provincial park warten imposante Gletscher mit m\u00e4chtigen Felsgipfeln dazwischen auf. 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