{"id":466,"date":"2016-08-22T14:51:05","date_gmt":"2016-08-22T12:51:05","guid":{"rendered":"http:\/\/wildnistrip.de\/?p=466"},"modified":"2016-09-20T14:06:20","modified_gmt":"2016-09-20T12:06:20","slug":"sommer-2016-auf-dem-grand-paradiso","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wildnistrip.de\/?p=466","title":{"rendered":"Sommer 2016 auf dem Grand Paradiso"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Abenteuer auf dem Gran Paradiso: Entweder lesen oder direkt anschauen:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/2XWF2pLuKXg\">https:\/\/youtu.be\/2XWF2pLuKXg<\/a><\/p>\n<p>Wir haben jetzt 5 Wochen unterschiedlichster, faszinierender, wundersch\u00f6ner Berglandschaften hinter uns. Dank unserem bergbegeisterten Sohn haben wir mehr Gipfel bestiegen als ich erinnern kann (Sascha kann sie nat\u00fcrlich alle mit Namen und H\u00f6he aufz\u00e4hlen, Doch au\u00dfer den unendlich vielen H\u00f6henmetern, und vielen gewaltigen Bildeindr\u00fccken, gab es auch geruhsame Pausentage an Badegumpen und viel leckeres franz\u00f6sisches und italienisches Essen.<\/p>\n<p>Auf dieser Reise hatte ich keinen Blog geplant, weil wir ja nicht so lange weg sind und weil es hier in den Westalpen auch selten internetspots gibt. Doch jetzt bedauern wir es selbst all die verschiedenen Erlebnisse nicht so gut erinnern zu k\u00f6nnen und so will ich zumindest die Besteigung unseres letzten H\u00f6hepunktes, den Gran Paradiso 4050 Meter, beschreiben.<\/p>\n<p>Ehrlich gesagt, weder Georg noch ich k\u00e4men im Traum auf die Idee einen Berg zu erklimmen nur weil er ein Viertausender ist. Urlaub ist doch ausschlafen, baden, in der Sonne liegen&#8230;.na ausspannen halt. Und muss es auch noch in solche eisigen H\u00f6hen gehen? Da kann man ja nicht mals gem\u00fctlich sein Picknick einnehmen&#8230;.f\u00fcr uns eigentlich mit der wesentlichste Grund am Bergwandern&#8230;.an sch\u00f6nen Pl\u00e4tzen gem\u00fctlich zu speisen.<\/p>\n<p>Nun, wenn man seinem Berg begeisterten Sohn einen Gefallen tun will, muss man wohl doch solche Berge gelegentlich erklimmen.<\/p>\n<p>Nicht, dass das Ganze an einem Tag zu machen w\u00e4re. Zun\u00e4chst m\u00fcssen wir mit Schlafgep\u00e4ck zu einer H\u00fctte aufsteigen um uns dort mit anderen Gipfelaspiranten in aller Fr\u00fche am kommenden Morgen an den Aufstieg zu wagen.<\/p>\n<p>Saschas Vorfreude war riesig, als die H\u00fctte gebucht war. Mit schwerem Gep\u00e4ck machten wir uns morgens daran die 750 H\u00f6henmeter zur H\u00fctte hinter uns zu bringen. Leider ist das Wetter an diesem Tage m\u00e4\u00dfig. So verbrachten wir die meiste Zeit mit etwa 80 Mitg\u00e4sten wartend in der H\u00fctte. Und das uns, wo wir doch die Einsamkeit lieben&#8230;..was tut man nicht alles f\u00fcr seinen Spr\u00f6ssling.<\/p>\n<p>Da meine italienisch Kenntnisse mehr als begrenzt sind, wusste ich nicht so genau, was ich gebucht hatte. Als man uns, wie allen andern dann zum Abendessen einen Teller mit ein paar Nudeln leicht r\u00f6tlich gef\u00e4rbt von mikroskopischen Mengen Sauce vorsetzte, fragten wir uns leicht verzweifelt, wie wir davon satt werden sollten, geschweige denn, mit diesen Kalorien einen Viertausender bew\u00e4ltigen sollten. Nur pappiges Wei\u00dfbrot gab es in Massen. Sascha versuchte die Krise tapfer zu meistern und verspeiste pro 4 Nudeln ein Wei\u00dfbrot. Er hatte bis zum Schluss noch Nudeln auf seinem Teller. Dann die Erl\u00f6sung: Die Pasta war nur die Vorspeise. Es gab noch einen Hauptgang und eine Nachspeise. Eigentlich ganz lecker, wenn der Bauch nicht voll mit Pappbrot gewesen w\u00e4re. Ich schlug meinem Sohn, der sich leicht gr\u00fcnlich verf\u00e4rbte vor mal drau\u00dfen nach dem Wetter zu sehen. Die frische Luft half&#8230;<\/p>\n<p>Zum Abend versammelten sich einige Bergf\u00fchrer mit ihren Gr\u00fcppchen vor der H\u00fctte, erkl\u00e4rten die Benutzung von Pickel und Steigeisen und wie man als Seilschaft geht. Georg wurde in Anbetracht all der Profis und der uns unbekannten Ausr\u00fcstung immer stiller und stiller. Meine eigenen Gletschererfahrungen liegen 30 Jahre in der Vergangenheit und sind sicherlich nicht auf dem neusten Stand. Wir vereinbarten nur soweit zu gehen, wie wir uns alle sicher f\u00fchlten und auszuprobieren, wie wir mit Pickel, Seil und Steigeisen zurechtkommen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Mit gemischten Gef\u00fchlen begaben wir uns fr\u00fch am Abend auf unser Schlaflager: eine etwa 1,40 Meter hoher Dachstuhl, auf dem 35 Matratzen lagen mit jeweils 0,05 cm Abstand von einem zum n\u00e4chsten Schl\u00e4fer, so ganz ausstrecken konnte sich h\u00f6chstens Sascha. Es war \u00fcbrigens jede Matratze besetzt. Mit Decken hingen wir uns unser Eckchen ab, um wenigstens ein wenig Privatsph\u00e4re zu haben. Die Nacht war angesichts der vielen Menschen auf engem Raum erstaunlich ruhig. Keine Schnarcher, nur ab und an ein Husten. Als dann um 2.00 nachts sich Unruhe breit machte und die ersten Bergsteiger den Schlaf\u201csaal\u201c verlie\u00dfen, kamen mir leise Bedenken: waren wir vielleicht doch versehentlich im Everest Basislager gelandet? Sascha wurde nat\u00fcrlich auch wach und wollte, Feuer und Flamme sofort aufstehen und losmarschieren.Aber irgendetwas haben Eltern ja auch noch zu sagen 5 Uhr und keine Minute fr\u00fcher. Um 4.00 Uhr, als allerletzte standen wir dann auf. Der H\u00fcttenwirt war schon munter und sp\u00fclte flei\u00dfig Geschirr, von all denen, die vor uns aufgebrochen waren. Drau\u00dfen war es noch stockdunkel und wir waren nicht mit diesen blendende Stirnlampen ausgestattet, die denjenigen, der sie nicht an hat blind machen, gegen\u00fcber dem, der einen damit anschaut.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-471\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-6-300x200.jpg\" alt=\"Blog-6\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-6-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-6.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Mond scheint helle&#8230;.<\/p>\n<p>Aber der Mond schien und da Vollmond war, lie\u00df sich der Weg \u00fcber das erste Blockfeld auch so finden. Eine Lichterkette \u00fcber den Berg verteilt vor uns zeigte so ungef\u00e4hr den Wegverlauf an. Eigentlich sch\u00f6n, so im Mondlicht zu wandern, gegen 5.30 Uhr bemerkte ich der Morgen graut allm\u00e4hlich an, worauf Georg nur murmelte \u201eMir graut es schon den gesamten Morgen&#8230;.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-467\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-2-300x200.jpg\" alt=\"Blog-2\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-2-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-2.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Morgengrauen<\/p>\n<p>Nach etwa einer Stunde erreichten wir die Gletscherzunge. Ganz sch\u00f6n erschreckend steil. Die Seilschaften vor uns erklommen in unterschiedlichsten Abst\u00e4nden das steile Eis.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-469\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-4-300x200.jpg\" alt=\"Blog-4\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-4-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-4.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-468\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-3-300x200.jpg\" alt=\"Blog-3\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-3-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-3.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein kalter Gletscherwind machte das Anlegen der Steigeisen und Knotenbinden zur Eisfingerpr\u00fcfung. Dann ging es los. Gletscher kannte ich bis dato nur im Winter oder Fr\u00fchjahr. Dann sind sie verschneit und man sieht mehr oder weniger Spalten. Im Sp\u00e4tsommer aber, wenn es tags hei\u00df ist, schmilzt der Schnee und das Wasser gefriert in der Nacht wieder. Dieser Steilhang war also ein Eishang. Banges Fragen, ob Saschas Steigeisen 12 Zinken und unsere Gr\u00f6del, nur 6 Zinken das halten w\u00fcrden. Sie hielten und mit jedem Schritt fassten wir etwas mehr Mut in unsere Ausr\u00fcstung. Georg vermied jeden Blick nach unten und Sascha versuchte tapfer immer wieder den Pickel ins Eis zu schlagen, um uns zus\u00e4tzlich zu sichern. Was das aneinander angeseilt sein nun wirklich bringen soll muss mir mal ein Gletscherexperte erkl\u00e4ren&#8230;.doch dazu sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-14.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-479\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-14-300x200.jpg\" alt=\"Blog-14\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-14-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-14.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-475\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-10-300x200.jpg\" alt=\"Blog-10\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-10-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-10.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-476\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog11-200x300.jpg\" alt=\"Blog11\" width=\"200\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog11-200x300.jpg 200w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog11.jpg 346w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachdem wir den ersten Steilhang erklommen hatten, ging es erst mal weniger steil weiter und selbst Georg meinte \u201each, an so einem Gletscherwandern k\u00f6nne er Gefallen finden. &#8230;bis zum n\u00e4chsten Steilaufschwung.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren sind die Alpengletscher massiv geschrumpft und so mussten wir zwischendurch auch immer wieder kleinere Ger\u00f6llfelder \u00fcberqueren, was mit Steigeisen an den F\u00fc\u00dfen sich \u00e4hnlich sicher anf\u00fchlt, als w\u00fcrde man auf Eierschalen laufen. Obwohl wir als letzte von der H\u00fctte los marschiert waren, \u00fcberholten wir mehrere Seilschaften. Einige Menschen waren unterwegs, die entweder nicht genug trainiert waren, oder Angst hatten und deswegen nur sehr schleppend vorankamen. Beim \u00fcberholen stellte sich immer die Frage wer die sichere Spur verlie\u00df um den anderen passieren zu lassen.<\/p>\n<p>Irgendwann kam endlich die Sonne, zwar w\u00e4rmten die Strahlen nicht aber dennoch wurde die gesamte Gletscher und Bergwelt in ein freundliches goldenes Licht gef\u00e4rbt. Spalten, dunkel und tief tauchten auf, aber immer so schmal, dass man h\u00f6chstens seinen Pickel in unergr\u00fcndlichen Tiefen h\u00e4tte verlieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-478\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-13-300x200.jpg\" alt=\"Blog-13\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-13-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-13.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-477\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-12-300x200.jpg\" alt=\"Blog-12\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-12-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-12.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich habe immer gedacht \u00fcber einen Gletscher zu wandern w\u00e4re ein langweiliges Stapfen \u00fcber eine Eisw\u00fcste. Doch so ist es nicht. Diese Gletscherwelt ist so wild und gewaltig und ungez\u00e4hmt, und damit sehr beeindruckend. Man ist so klein gegen diese Urgewalt. Irgendwann pfiff ein eisiger Wind , der Kopf gesenkt, stur geradeaus, Schritt um Schritt, immer auf die anderen achten, f\u00fchlten wir uns ein wenig in einen Everest Film versetzt.<\/p>\n<p>Das Gehen als Seilschaft hat seine eigene Voraussetzung. Keiner kann einfach schneller laufen, keiner kann einfach zur\u00fcck bleiben, denn ein pl\u00f6tzliches Rucken am Seil, kann den anderen zum Straucheln bringen. Durchaus ein geeignetes Mittel um desolate Beziehungen zu trainieren. Vielleicht sollten wir es ins Programm aufnehmen? \u201eL\u00f6se die K\u00e4lte in deiner Ehe mit der Eisesk\u00e4lte des Gletschers?\u201c<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich erreichten wir das felsige Gipfelplateau.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-17.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-482\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-17-300x200.jpg\" alt=\"Blog-17\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-17-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-17.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-16.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-481\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-16-300x200.jpg\" alt=\"Blog-16\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-16-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-16.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-480\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-15-300x200.jpg\" alt=\"Blog-15\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-15-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-15.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-8.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-473\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-8-300x200.jpg\" alt=\"Blog-8\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-8-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-8.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Einmal vom Eis herunter, w\u00e4rmte die Sonne und wir konnten das \u00fcberw\u00e4ltigende Gipfelpanorama auf die gesamten umliegenden Alpen von Matterhorn, Mont Blanc bis Monte Viso genie\u00dfen. Die letzten Meter zur Gipfelmadonna (Die katholischen Italiener haben auf jedem Gipfel mindestens eine kitschige Madonna stehen) machte Sascha von mir gesichert im Vorstieg und wir waren beide ganz stolz, dass wir die Kletter und Sicherungstechnik gut hinbekamen. Umso dilettantischer gingen die beiden mit uns anwesenden von Bergsteigern gef\u00fchrten Gruppen vor und ich habe ernsthafte Zweifel, ob ich mein Gipfel verr\u00fccktes Kind einer solchen F\u00fchrung anvertrauen wollte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-474\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-9-300x200.jpg\" alt=\"Blog-9\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-9-300x200.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/Blog-9.jpg 518w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fast als letzte verlie\u00dfen wir den Berg und machten uns an den Abstieg. Auf das Eis hatte nun den ganzen Tag die Sonne geschienen und statt hartem Eis verwandelte sich der Gletscher in eine Mischung aus Sulz (einfach) und Eiswasserstr\u00f6me (unangenehm nass und schwierig), die teilweise Einbruch gef\u00e4hrdet schienen<\/p>\n<p>Bis zur steilen Gletscherzunge, die auch beim Aufstieg das unangenehmste St\u00fcck war, ging alles gut. Dann, auf den letzten Metern gab uns der Gletscher noch einen Denkzettel mit: Georg kam ins rutschen und meinte nur, ich kann mich nicht mehr halten. Sascha versuchte noch mit wenig Erfolg seinen Pickel einzuschlagen. Reflexartig versuchte ich Georg mit meinem eigenen K\u00f6rper zu Stoppen und dadurch selber zu fallen, Sascha versuchte dies reflexartig ebenso und fiel auch. Heraus kam dabei ein wirrer Haufen Familie, Steigeisen Pickel die gemeinsam den Gletscher hinunterrutschte. Es war nicht schlimm, weil wir sanft gemeinsam in einen flachen Teil rutschten&#8230;.aber was w\u00e4re wenn \u2026.einer im wirklich steilen gefallen w\u00e4re. Hier fehlt es eindeutig an Ausbildung. Zu wissen dass man zur Seite springen muss und den Pickel ins Eis schlagen muss ist was ganz anderes als es dann auch zu tun.Also: Gletscherkurs f\u00fcr den bergverr\u00fcckten Sohn ist schon so gut wie gebucht und inwieweit die Eltern sich weiter auf solche Abenteuer einlassen werden ist noch auszuhandeln.<\/p>\n<p>Der R\u00fcckweg war weit. Wir mussten schlie\u00dflich 2000 H\u00f6henmeter ins Tal absteigen. Sascha meinte den Tag unbedingt mit einem Sprint ins Tal abschlie\u00dfen zu m\u00fcssen &#8211; nachdem wir uns auf der H\u00fctte noch mit Apfelstrudel und Kaffee gest\u00e4rkt hatten.Georg war so m\u00fcde, wie ich ihn in unserer inzwischen 25 j\u00e4hrigen gemeinsamen Zeit noch nicht erlebt habe.<\/p>\n<p>Die Meinung \u00fcber dieses Abenteuer gehen ein wenig auseinander: Georg \u201eGut, dass ich wieder festen Boden unter den F\u00fc\u00dfen habe. Demn\u00e4chst bitte ohne mich. Vor lauter Aufregung habe ich die grandiose Landschaft nicht genie\u00dfen k\u00f6nnen\u201c Andrea: \u201ewundersch\u00f6n. Ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass mich der Gletscher so faszinieren w\u00fcrde. Ich habe den ganzen Tag \u00fcber nichts nachgedacht, weil ich so besch\u00e4ftigt war alles wahr zu nehmen\u201c Sascha: \u201e Wann machen wir den Mont Blanc?\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Abenteuer auf dem Gran Paradiso: Entweder lesen oder direkt anschauen: Wir haben jetzt 5 Wochen unterschiedlichster, faszinierender, wundersch\u00f6ner Berglandschaften hinter uns. 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