{"id":847,"date":"2023-07-04T07:55:39","date_gmt":"2023-07-04T05:55:39","guid":{"rendered":"http:\/\/wildnistrip.de\/?p=847"},"modified":"2023-07-04T08:04:12","modified_gmt":"2023-07-04T06:04:12","slug":"georgien-und-eine-schwere-entscheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wildnistrip.de\/?p=847","title":{"rendered":"Georgien und eine schwere Entscheidung"},"content":{"rendered":"\n<p>Noch \u00fcber Tage muss ich an das t\u00fcrkische Fr\u00fchst\u00fcck zur\u00fcckdenken. Manchmal w\u00fcnsche ich mir, dieses h\u00e4tte es nie gegeben, dann w\u00fcrden mich jetzt nicht diese Gedanken an gebratene Wurst oder karamellisierten Nussaufstrich plagen. Insgesamt sollen es elf Tage werden, an denen ich Nudeln essen werde und als ich dann am zw\u00f6lften Tag eine Packung Reis ergattern kann, sind doch, wen wundert es noch, ein betr\u00e4chtlicher Teil des Inhalts auch Nudeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber nat\u00fcrlich gibt es Berichtendswerteres als meine kl\u00e4glichen kulinarischen W\u00fcnsche und Entt\u00e4uschungen. Meine neue Trekkingroute f\u00fchrt mich fast bis an die Grenze. Eigentlich muss ich bis dort, wo sie losgehen soll, nur 40km \u00fcberwinden und hoffe, schon einen guten Teil des Trekkings noch am selben Tag absolvieren zu k\u00f6nnen, doch es kommt anders. Aus dem Tal, in dem ich \u00fcbernachtet habe, bekomme ich keine Mitfahrgelegenheit, und so beginnt der Tag mit einem 12 Kilometer langen Marsch \u00fcber die Teerstra\u00dfe und auch f\u00fcr die restlichen knapp 30 km brauche ich noch weitere 4 Stunden in einer Mischung aus Laufen, Trampen und Warten. Als ich dann endlich ankomme, br\u00fctet die volle Mittagshitze in den T\u00e4lern. Wenn ich nicht hoch oben in den Bergen bin oder schlechtes Wetter herrscht, sind die Temperaturen dem Breitengrad entsprechend und dieser ist nun mal der selbe auf dem beispielsweise auch Rom liegt. Meine Lebensmittelreserven sind mal wieder ziemlich k\u00e4rglich, da ich in den letzten vier Ortschaften keinen einzigen Supermarkt habe ausfindig machen k\u00f6nnen und so noch einen gewissen Teil der Strecke schaffen muss, damit mir die Nahrungsmittel in den n\u00e4chsten Tagen nicht g\u00e4nzlich ausgehen. Mir bleibt nichts anderes \u00fcbrig, als in den sauren Apfel zu bei\u00dfen und den ganzen restlichen Tag bei 30 Grad bis es abends zumindest ein wenig k\u00fchler wird, die Bergflanke aufw\u00e4rts zu steigen. Nat\u00fcrlich komme ich dabei nur im Schneckentempo voran. Der Wald hier ist eigentlich wundersch\u00f6n, wird aber leider zunehmend abgeholzt. Auch wenn in Georgien noch viele Prim\u00e4rw\u00e4lder erhalten geblieben sind, weit mehr als zum Beispiel in Ost Europa, lernen die Einheimischen diese Einnahmequelle jetzt leider auch nutzen. Das Heulen der Motors\u00e4gen verk\u00fcndet wie ein 500 Jahre alter Baum nach dem n\u00e4chsten dem Wald entrissen wird und f\u00fcr immer verloren geht. Um <a href=\"calendar:T1:6:00 \">6:00 <\/a>Uhr abends gebe ich dann schlie\u00dflich v\u00f6llig ersch\u00f6pft auf und bleibe an Ort und Stelle um mein Zelt aufzubauen. Die \u00fcblichen 350g Nudeln reichen mir heute Abend nicht, aber mehr gibt es einfach nicht mehr. Doch eigentlich ist mein Zeltplatz wundersch\u00f6n. Die Aussicht geht weit \u00fcber das tief eingeschnittenen Tal bis nach Mestia und die doppelgipflige&nbsp;&nbsp;Pyramide des Ushba, die Bergikone schlechthin im Kaukasus, wie auch auf die vergletscherten 5000er am<\/p>\n\n\n\n<p>Horizont unter denen ich die letzten Tage entlanggewandert bin. Jene Strecke f\u00fcr die ich zu Fu\u00df ganze vier Tage ben\u00f6tigt habe, wirkt aus der Entfernung wie ein Katzensprung. Je gr\u00f6\u00dfer die Berge sind, desto mehr wird man sich als Mensch seiner zu Unbedeutsamkeit bewusst.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitten in der Nacht erwache ich, ohne zun\u00e4chst zu wissen warum. Mit noch geschlossenen Augenliedern nehme ich einen Lichtstrahl auf dem Zelt war. Zuerst denke ich, es w\u00e4ren Taschenlampen und ungute Erinnerungen an das kirgisisch kasachische Grenzgebiet kommen hoch, doch bald merke ich, was f\u00fcr eine enorme Spannung in der Luft liegt. Das Licht kommt nicht von Lampen, sondern von Blitzen, die alles im Sekundentakt erleuchten. Ein heftiges Gewitter entl\u00e4dt sich nicht weit von hier. In dieses m\u00f6chte ich nicht geraten, so exponiert wie mein Schlafplatz ist, und sofort \u00fcberlege ich, ob ich mein Zelt abbauen muss. Gewitter&nbsp;&nbsp;im&nbsp;&nbsp;Kaukasus sind g\u00e4nzlich anders als jene, die wir aus Mitteleuropa kennen. Sie sind oft viel kleiner, messen im Durchmesser vielleicht nur 5 km und ziehen schnell vor\u00fcber, aber entladen sich daf\u00fcr umso gewaltiger. Ausnahmsweise habe ich tats\u00e4chlich schwaches Internet und kann so mittels des Regenradars feststellen, dass das Unwetter gl\u00fccklicherweise knapp n\u00f6rdlich an mir vorbeizieht und ich beruhigt weiter schlafen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch deutlich vor Sonnenaufgang bin ich auf den Beinen und steige weiter in&nbsp;&nbsp;Richtung des Passes. Heute Nachmittag soll es schlechtes Wetter geben und auch wenn das noch lange hin ist, geben mir doch die sich zusammen ballenden Wolkent\u00fcrme zu denken. Im fahlen Morgenlicht strahlen die Berge, um dann entweder im Dunst oder den Schatten dunkler Wolken wenig sp\u00e4ter zu verschwinden. Gejagt&nbsp;&nbsp;von einem ganzen Schwarm stechw\u00fctiger M\u00fccken beeile ich mich, so sehr ich kann. Auch hier bl\u00fchen unz\u00e4hlige Blumen, vor allem die ganzen Felder von Orchideen stechen hervor. Kurz unter den Pass finde ich den so angepriesen sich noch unter Schnee befindenden See, er ist aber eher ein flacher T\u00fcmpel. Auf dem Pass selbst ist es kalt und windig. Ich mache mich auf schlechtes Wetter gefasst und beginne den Abstieg, der mit einigen Gegenanstiegen gew\u00fcrzt ist. Weiter unten treffe ich auf ganze W\u00e4ldchen von bl\u00fchenden Rhododendron, die , wenn mal ein Sonnenstrahl hervorbricht, in hellem Wei\u00df erstrahlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0004.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0004-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-853\" width=\"386\" height=\"515\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0004-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0004-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0004-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0004.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p> Endlose Fl\u00e4chen von Akelei erstrecken sich hier auf dem Berghang, ihre gro\u00dfen violetten Bl\u00fcten wogen in der leichten Brise. Eine solche dichte Konzentration von Bergblumen in voller Bl\u00fcte ist mir nur selten begegnet und hier im Kaukasus besonders aber am Utrivi Pass einmalig.<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Lebensmittelvorr\u00e4te sind g\u00e4nzlich aufgebraucht und so kann ich es kaum erwarten das Tal 2000 H\u00f6henmeter tiefer zu erreichen, obwohl ich wei\u00df, dass mich dort nur Hitze und staubige Ortschaften erwarten, doch die Hoffnung auf eine gute Mahlzeit habe ich noch nicht vollst\u00e4ndig aufgegeben. Auch auf dieser Seite sind die W\u00e4lder von riesigen uralten Wei\u00dftannen gepr\u00e4gt und so wild und undurchdringlich, wie es in Europa nur noch selten der Fall ist. Auf der anderen Seite des Tals bildet der Kamm die Grenze zu Abchasien jenen Teil Georgiens der 2008 von Russland annektiert wurde. F\u00fcr Ausl\u00e4nder ist es verboten, dorthin zu gehen und selbst die Georgier meiden diese Provinzen, berichten mir aber, dass sie quasi ein zollfreier und steuerfreier Raum f\u00fcr den Import und Export von Waren aus und nach Russland sind. Die Sicherheitslage dort ist gef\u00e4hrlich und nicht eindeutig zu beurteilen. Fest steht aber, dass die lokalen Autorit\u00e4ten ganz unabh\u00e4ngig davon auf welcher Seite und von wem anerkannt, nicht die Durchsetzungsf\u00e4higkeit haben, um Recht und Ordnung zu gew\u00e4hrleisten, soweit das in annektierten Gebieten \u00fcberhaupt m\u00f6glich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>An einem der ersten H\u00e4user schenkt mir ein Bauer einen Liter Milch und f\u00e4hrt mich dann auch noch bis in den Ort hinab. Die Menschen hier haben kaum Kontakt mit Touristen und sind daher noch viel hilfsbereiter und freundlicher als im nahe gelegenen Mestia, wo ich die letzten Tage verbracht habe. Als ich suchend an einer Kreuzung herumstehe, h\u00e4lt ein junger Mann an, der sogar englisch spricht und als ich ihn nach einem Laden frage, f\u00e4hrt er mich gleich hin. Dort angekommen wei\u00df ich allerdings nicht so recht was ich kaufen soll. Ohne fremde Hilfe h\u00e4tte ich dies von au\u00dfen nichtmal als Supermarkt identifizieren k\u00f6nnen. Aus H\u00f6flichkeit kaufe ich ein Paket Nudeln. Damit wird heute Abend der elfte Tag, an dem ich Nudeln esse, und gewiss nicht der letzte, besser als Fasten, was ich ja meist schon morgens und leider auch gelegentlich Mittag tue, aber so langsam kann ich Nudeln ohne alles oder wenn es hochkommt mit einer rohen Tomate oder Paprika dazu, nicht mehr sehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da schlechtes Wetter im Anzug ist und lautes Grollen in den Bergen \u00fcber mir dies unmissverst\u00e4ndlich klarmacht, beschlie\u00dfe ich,&nbsp;&nbsp;mir den Luxus einer Unterkunft zu leisten, als ich meinen Fahrer danach frage, meint er, er habe ein Gasthaus und dieses sei direkt hinter mir. Ich betrete ein h\u00fcbsch, ausgebautes von Ihnen g\u00e4nzlich mit Holz verkleidetes Appartement mit zwei Etagen und drei Schlafzimmern von fast schon nobler Einrichtung, das ich f\u00fcr doch ganz ertr\u00e4gliche 19 \u20ac die Nacht buche. Eine warme Dusche, genauso wie eine Waschmaschine und eine gro\u00dfe K\u00fcche sind die Vorz\u00fcge, doch mehr als Nudeln kochen kann ich auch in dieser K\u00fcche unter den gegebenen Umst\u00e4nden leider nicht. Trotzdem genie\u00dfe ich es, mein Zelt mal durch eine bequeme Unterkunft auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck am n\u00e4chsten Morgen wird mir dann leider nicht gebracht, ich wurde ganz offensichtlich vergessen, so mache ich mich bemerkbar und werde schlie\u00dflich in die K\u00fcche der Familie gebeten. Mein Gastgeber ist noch ganz verschlafen, dessen Eltern sprechen kein Wort englisch, nur deren Tochter erfasst meinen sehnlichen Wunsch nach einem Fr\u00fchst\u00fcck. Immerhin werde ich satt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein n\u00e4chstes Ziel ist eine hei\u00dfe Quelle in der Mitte des Landes. Den Weg bis dorthin schaffe ich erstaunlich schnell, was hier bedeutet 100 km in 7 Stunden. Probleme bereitet mir lediglich das Fahren mit den Kleinbussen, sogenannten Matruschkas , da es nie wirklich verl\u00e4ssliche Angaben gibt, wohin diese fahren, wenn man kein georgisch versteht. Ebenso das Geldwechseln ist problematisch. Tats\u00e4chlich werden fast alle Scheine, die ich bei mir habe abgelehnt, weil deren Kanten nicht mehr druckfrisch sind und vielleicht, wenn man sie mit der Lupe betrachtet, Risse aufweisen. Zum Gl\u00fcck habe ich solche Probleme auf dem Schwarzmarkt nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die hei\u00dfe Quelle liegt recht abgelegen gl\u00fccklicherweise finde ich aber, ein Georgie, der so freundlich ist, mich die letzten Kilometer dorthin zu fahren. Bauchschmerzen bereitet&nbsp;&nbsp;mir nur, dass er, nachdem er eines der wenigen W\u00f6rter, dass wir beide verstehen, Lamborghini, ausgesprochen hat, er vom Gas einfach nicht mehr runtergeht. Schon bei 3000 Umdrehungen mache ich mir Sorgen , dass der bestimmt 20 Jahre alte Alfa Romeo auseinander fliegt und wir im Graben landen. Doch mein Fahrer treibt es weiter bis 4000 Umdrehungen inzwischen bei 80kmh im zweiten Gang. Dies ist aber noch lange nicht das Ende. Bei 5500 Umdrehungen denke ich dass das Auto kurz davor ist, in die Luft zu fliegen, angemerkt sei, dass in Georgien niemand angeschnallt f\u00e4hrt und die Gurte meist auch nach hinten gebunden sind, kommt dann eine Kurve und er muss bremsen. Nun wir haben \u00fcberlebt und das Auto anscheinend auch. Zumindest schafft es noch die holprige Stra\u00dfe bis zu den hei\u00dfen Quellen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0005.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0005-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-855\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0005-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0005-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0005-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230704-WA0005.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Diese&nbsp;&nbsp;&nbsp;urspr\u00fcnglich drei gemauerte Pools, die inzwischen aber durch die Mineralien im Wasser so weitgehend versintert sind, dass sie nat\u00fcrlich aussehen, sind sehr sch\u00f6n. Nur liegt auch hier viel M\u00fcll herum und im Wasser baden gerade ein halbes Dutzend Russen, was mich doch ein wenig einsch\u00fcchtert. Gewisse Vorurteile haben die vergangene Ereignisse geschaffen, dann komme ich aber doch mit ihnen ins Gespr\u00e4ch. Sie sind aus Russland gefl\u00fcchtet und in Georgien gestrandet. Vorerst seien sie hier sicher und wirtschaftlich w\u00fcrde es sich wegen den Steuern, sie m\u00fcssten ein ganzes Prozent zahlen,&nbsp;&nbsp;ebenfalls lohnen. Sie berichten, dass Georgien tief gespalten ist, etwa die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung das Geschehen in ihrem Norden bef\u00fcrwortet, die andere H\u00e4lfte aber strikt dagegen ist. Nirgendwo habe ich bisher so viele Ukraine Flaggen gesehen wie in diesem Land. Klar ist auch das ein Angriff Russlands jederzeit m\u00f6glich ist. Ein Mann berichtet als er 2008 in Sotschi studiert hat, hat er eine Panzerkolonne nach S\u00fcden rollen sehen und dabei kein gutes Gef\u00fchl gehabt, denn das Ziel hat er sich auch schon damals ausmalen k\u00f6nnen. Zwei Tage sp\u00e4ter wurde Georgien angegriffen und auf internationaler Ebene behauptet, georgischst\u00e4mmige Rebellen h\u00e4tten den Unabh\u00e4ngigkeitskampf begonnen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die heutigen K\u00e4mpfe hinterlassen in Georgien direkte Folgen. Die Schwarzmeerk\u00fcste in der hippen Metropole Batumi, die international bei Badeg\u00e4sten beliebt ist, ist von Munition so verunreinigt, dass man dort, obwohl \u00fcber 1000 Kilometer von den Kampfhandlungen entfernt, nicht mehr ins Wasser gehen k\u00f6nne, wie mir erz\u00e4hlt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Gestern an der Grenze zu Abchasien&nbsp;&nbsp;berichteten mir meine Gastgeber, sie w\u00fcrden oft russische Kampfflugzeuge, die zweifelsohne den georgischen Luftraum passieren und w\u00fcssten dabei nie, ob das vielleicht der n\u00e4chste Angriff sei. Denn eines ist klar,&nbsp;&nbsp;hier kann man von einer Waffenruhe sprechen, aber nicht von einem gel\u00f6sten Konflikt.&nbsp;&nbsp;Dieser greift viel tiefer und wird dieses kleine Land wohl noch lange zweiteilen, vielleicht sogar zerst\u00f6ren. Politisch und wirtschaftlich ist die Abh\u00e4ngigkeit von Russland wie auch der EU zu gro\u00df, als dass man auf einen der Akteure als Schutzmacht und Handelspartner verzichten k\u00f6nne, dessen sind sich zumindest fast alle Georgier einig, unabh\u00e4ngig davon, welche Seite sie bef\u00fcrworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4chsten Tag habe ich erstmals einen wirklich unangenehmen Lift und ich erwarte schon, dass dieser mitsamt meinem Gep\u00e4ck im Kofferraum verschwinden wird, dann aber bietet sich mir eine g\u00fcnstige Gelegenheit zur Flucht und ich muss nicht ausprobieren, ob ich rechtzeitig schaffe mein Taschenmesser aufzuklappen und damit einen Reifen anzustechen. Gl\u00fccklicherweise werde ich bald danach von einem netten russischen P\u00e4rchen mitgenommen und mir bleibt eine weitere Konfrontation mit meinem vorherigen Fahrer erspart. Auf der steinigen Passstra\u00dfe setzt der Wagen oft auf, was die beiden nicht sonderlich st\u00f6rt. Sie berichten mir von ihrer Flucht, dem neuen teuren Leben in Georgien, denn die vielen zahlungskr\u00e4ftigen Gefl\u00fcchteten aus der Ukraine wie Russland haben Preissteigerungen&nbsp;&nbsp;hervorgerufen und zeigen mir die sch\u00f6nsten Stellen entlang des Weges. Nun in Begleitung russischsprachiger Menschen werde ich auch zu einem Snack am Wegesrand eingeladen, eine georgische Tradition Fremden gegen\u00fcber, zumindest jenen, die die gleiche Sprache teilen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem s\u00fcdlichen Teil des Landes betrete ich eine zur G\u00e4nze andere Welt. Die St\u00e4dte sind orientalisch angehaucht und ausgepr\u00e4gtes Kleinunternehmertum wie auch R\u00fcckst\u00e4ndigkeit in Bezug auf Lebensstandard und Bildung ein gr\u00f6\u00dferes Thema als im Norden. Immerhin ist die Lebensmittelversorgung hier eine bessere und endlich kann ich mich mit Vorr\u00e4ten eindecken.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlose Graslandschaften machen die Gegend aus, durchfurcht von Schluchten an deren fruchtbaren Grund an den Ufern malerischer Fl\u00fcsse kleine W\u00e4lder gedeihen, eingefasst von basaltenen Klippen, geschaffen von vulkanischer Aktivit\u00e4t, die auch so manchen kegelf\u00f6rmigen Berg hinterlassen hat. Einen gr\u00f6\u00dferen Kontrast zum Kaukasus im Norden k\u00f6nnte es kaum geben, dabei bin ich von diesem gerade einmal 200km entfernt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Trampen gestaltet sich schwierig und so bin ich gezwungen an unvorhergesehen Orten zu \u00fcbernachten , wobei ich eine sehr unangenehme Begegnung mit Dorf- und H\u00fctehunden habe, die im Gegensatz zu den zahllosen georgischen Strassenhunden sehr aggressiv sind. Nur mit M\u00fche und Not kann ich sie mit Stockschl\u00e4gen, die sie noch aufgebrachter werden lassen vom Hals halten. Andere Reisende, die ich sp\u00e4ter treffe, haben in der N\u00e4he \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht und schenken mir ein Pfefferspray, das man hier doch gerne bei sich hat. Mein Ziel ist ein 3200m hoher Vulkan \u00fcber dem Paravani See. Die Anreise ist schwierig und mein Mittagessen leidet auch heute unter der schon chronischen Versp\u00e4tung, f\u00e4llt aber zumindest nicht komplett aus. Ich n\u00e4chtige an einem See unter dem obersten Gipfelaufbau und genie\u00dfe die freie Sicht aufs Umland, das eigentlich nur aus leerem Raum besteht. Wellige H\u00fcgelkuppen ziehen sich bis zur t\u00fcrkischen und armenischen Grenze, ohne dass allzu viele menschliche Spuren zu sehen w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht klingelt der Wecker um <a href=\"calendar:T1:3:45\">3:45<\/a>, ich packe mein klitschnasses Zelt zusammen und beginne den Aufstieg zum Gipfel, den ich bei Sonnenaufgang erreichen will. Meine Stirnlampe hat bei der K\u00e4lte den Geist aufgegeben, doch der Vollmond leuchtet mir den Weg. Steile zu Tale rutschende Schuttflanken geht es hinauf und bald zeichnet sich im Nordosten ein glutroter Streifen am fernen Horizont ab. Als glitzernde Spiegel reflektieren die Dutzenden Seen ringsum den Himmel. W\u00e4hrend in den T\u00e4lern unten noch tiefste Nacht herrscht, ist es hier oben schon fast taghell. Kurz nachdem ich den h\u00f6chsten Punkt erreicht habe trifft der erste Sonnenstrahl die Spitze und im Westen&nbsp;&nbsp;entsteht ein zig Kilometer langer Schatten in perfekter dreieckiger Form. Selbst den gro\u00dfen Kaukasus mit Ushba, Elbrus und Schara kann ich in der klaren Luft gut ausmachen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0006-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0006-1-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-856\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0006-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0006-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0006-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0006-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Meinen Plan dem Grat weiter zu folgen, gebe ich aufgrund des instabilen Ubterhrunds schnell auf und steige zum Paravani Lake ab. Es ist schwierig in dieser Gegend Wasser zu finden und dort wo welches vorkommt ist es vom Weidevieh verunreinigt, das die saftigen Blumenwiesen als kahle Steppe hinterl\u00e4sst. Der See selbst ist ein Paradies f\u00fcr Wasserv\u00f6gel, M\u00f6wen, Reiher und Pelikane, f\u00fcr gew\u00f6hnlich in den Bergen schlicht nicht existent sind h\u00e4ufig zu beobachten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Tagen habe ich eine gewichtige Entscheidung getroffen. Wundersch\u00f6n ist die Landschaft durch die ich reise und gelungen meine Planung, doch bin ich zu oft alleine, generell alleine und alleine mit allen Schwierigkeiten. Ich hatte gehofft, dass ich unterwegs auf andere Backpacker treffen w\u00fcrde, mit denen ich gemeinsam reisen k\u00f6nnte, doch dies hat sich bisher nicht bewahrheitet und ich habe begr\u00fcndete Annahme, dass dies auch in den kommenden L\u00e4ndern, Tadschikistan, Kirgisistan und Nepal nicht der Fall sein wird. Daher werde ich die Reise an dieser Stelle abbrechen k\u00f6nnen und hoffen, sie w\u00e4hrend meines Studiums zwischen Bachelor und Master fortsetzen zu k\u00f6nnen. Leicht ist mir diese Entscheidung nicht gefallen und nicht nur weil manche Fl\u00fcge schon gebucht waren, ist&nbsp;&nbsp;sie schmerzlich, doch scheint sie mir im Moment die annehmbarste aller M\u00f6glichkeiten zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0007.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0007-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-848\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0007-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0007-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0007-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/IMG-20230703-WA0007.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 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Manchmal w\u00fcnsche ich mir, dieses h\u00e4tte es nie gegeben, dann w\u00fcrden mich jetzt nicht diese Gedanken an gebratene Wurst oder karamellisierten Nussaufstrich plagen. 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