{"id":981,"date":"2026-01-29T00:01:36","date_gmt":"2026-01-28T22:01:36","guid":{"rendered":"https:\/\/wildnistrip.de\/?p=981"},"modified":"2026-02-01T17:49:24","modified_gmt":"2026-02-01T15:49:24","slug":"an-den-fuss-des-cerro-torre","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wildnistrip.de\/?p=981","title":{"rendered":"2. An den Fu\u00df des Cerro Torre"},"content":{"rendered":"\n<p>Zun\u00e4chst vielen Dank f\u00fcr eure netten Kommentare! Eine ganze Weile hat es gebraucht, dass ich wieder von mir h\u00f6ren lasse, was zwei Umst\u00e4nden geschuldet ist. Erstens, dass ich Strom, sprich Sonnenschein zum Schreiben auf dem Handy brauche, zweitens, dass die Tage an denen ich eine Internetverbindung habe, selten sind.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen sind die h\u00f6heren Gipfel neuschnee\u00fcberzuckert. Ich rechne damit, dass auch bei mir bald st\u00e4rkere Regenf\u00e4lle einsetzen werden, doch nach einem kleinen Guss klart es auf und bleibt den ganzen Vormittag sch\u00f6n. Am Nachmittag bei etwas unbest\u00e4ndigem Wetter verkrieche ich mich dann ins Zelt.<br><br>Der folgende Tag beginnt trocken, doch regenschwere Sturmwolken werden \u00fcber den Himmel gepeitscht. So beginne ich den Abstieg zur\u00fcck in die Zivilisation. Der Wind wird immer st\u00e4rker, w\u00e4hrend ich anfangs noch belustig dar\u00fcber bin, mich einfach so vorw\u00e4rts treiben lassen zu k\u00f6nnen, blo\u00df die F\u00fc\u00dfe braucht man noch bewegen, aber keinerlei Muskeln mehr anspannen, wenn eine g\u00fcnstige B\u00f6e kommt und schon hat man 10 m ohne Kraftanstrengung zur\u00fcckgelegt, wird es bald zum Kampf gegen die Elemente, \u00fcberhaupt noch irgendwie voranzukommen. Inzwischen habe ich den autobahn\u00e4hnlichen Hauptweg erreicht, unterwegs ist darauf bei diesem Wetter allerdings niemand mehr. Bei B\u00f6en von weit \u00fcber 100 KMH werde ich oft aus dem Stand gerissen und taumele abw\u00e4rts. Grotesk m\u00fcssen meine Bewegungen f\u00fcr jeden au\u00dfenstehenden Betrachter wirken. Ich muss Acht geben auf meine Ausr\u00fcstung, alles was nicht niet- und nagelfest oder an mir verankert ist, fliegt sofort weg. Selbst die Trekkingst\u00f6cke muss ich festhalten. Mit dem Erreichen des Tales bessert sich das Wetter, meist schaffen es die Regenwolken nur bis an den Rand der Berge, nicht aber in die w\u00fcsten\u00e4hnliche Pampa. Lange suche ich nach einem Schlafplatz nahe El Chalten, nach Stunden werde ich f\u00fcndig. Ein trockener Fels\u00fcberhang gew\u00e4hrleistet mir auch bei diesem Wetterbedingungen, denn nun f\u00e4ngt es auch hier an zu regnen, Schutz vor den aufbegehren Elementen.<br><br>Den Nachmittag verbringe ich in einem Restaurant, treffe dort einen anderen Reisenden und H\u00f6henbergsteiger aus Deutschland, der mir ausf\u00fchrlich von seinen Expeditionen nach Russland berichtet und mich gro\u00dfz\u00fcgiger Weise auf ein gigantisches, aber ebenso trockenes und geschmackloses argentinisches Steak einl\u00e4dt.<br><br>Auch wenn ich den schlimmsten Regen vorerst ausgesessen habe, bleibt das Wetter instabil, und an h\u00f6here Berge ist nicht zu denken. Von meinem Fels\u00fcberhang starte ich trotzdem morgens bei strahlendenstem blauen Himmel, zum Sonnenaufgang. Als die Sonne die Wipfel der B\u00e4ume ringsum streift, beginnt alles gr\u00fcn golden zu leuchten. Am ersten Aussichtspunkt ist dann aber auch schon Schluss f\u00fcr mich, von den Bergen her ziehen dichte Wolken heran, Regenschlieren verh\u00fcllen schon den Cerro Solo, daran den Cerro Torre zu sehen, braucht man gar nicht mal denken. Eine Weile sitze ich da, warte ab, dann gesellen sich zwei Kolumbianer zu mir, in wei\u00dfen Hemden und Jeans. Auch wenn sie f\u00fcr mich hier ziemlich deplatziert wirken, ist es doch eine interessante Unterhaltung, ihre Sichtweise auf die Monetarisierung des Parkes, trotz ihres sehr verschiedenen Hintergrundes, ist gar nicht so anders als die meine.<br><br>Regen k\u00fcndigt sich nun auch an meinem Standort an, da ich noch nicht wieder nach El Chalten zur\u00fcck will, baue ich an Ort und Stelle von den Blicken der Besucher auf dem Wanderweg abgeschirmt mein Zelt auf. Eine Weile sp\u00e4ter gehe ich in weitem Bogen weglos durch den Wald zur\u00fcck in Richtung Ort, passiere dabei zwei kleinere Seen und vor allen Dingen \u00fcber Kilometer den fabelhaften S\u00fcdbuchenwald, ohne auch nur auf ein Anzeichen zu sto\u00dfen, dass auf menschliche Spuren hindeuten w\u00fcrde. Die Regenpause findet ein rasches Ende und in mal st\u00e4rkerem mal schw\u00e4cherem Niederschlag erledige ich die notwendigen Besorgungen von Proviant und Benzin. F\u00fcr Letzteres muss ich gute sechs km laufen. So ist eben das Leben ohne Auto.<br><br>Neuer Tag, neues Gl\u00fcck f\u00fcr heute sind drei statt zwei Sonnenstunden angemeldet und der Regen soll nicht gar so stark sein. Grund genug, erneut zu versuchen, die Laguna Torre bei Sicht zu erreichen. Dementsprechend sind meine ersten 5 km die selben wie am Vortag, nur das mir an eben diesem Aussichtspunkt heute die Kinnlade herunterf\u00e4llt und ich vermutlich mal wieder einen \u00e4hnlich sinnvollen Kommentar abgebe, wie \u201edas ist ein Berg\u201c. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0008.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0008-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-982\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0008-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0008-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0008.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Man kann einige der gro\u00dfen Gebirge der Welt gesehen haben, aber noch nie einer Wand aus Fels und Eis wie jener vom Cerro Torre und seinen Trabanten begegnet zu sein. Noch immer ist der Himmel von keiner Wolke getr\u00fcbt und die Berge darunter heben sich wunderbar klar ab, ihre Konturen scharf umrissen vom Neuschnee der vergangenen Tage. Sie strahlen so hell, so erhaben ist dieser Anblick, dass ich fortan, wann immer der Weg und meine Kondition es zulassen, in Laufschritt verfalle, mein Ziel klar vor Augen. Trotzdem ziehen sich die 10 km au\u00dferordentlich in die L\u00e4nge. Allm\u00e4hlich w\u00e4chst die Riesenmauer vor mir weiter in den Himmel empor und gewinnt an Dreidimensionalit\u00e4t. Grate, T\u00e4ler und Flanken kommen zum Vorschein, sodass die Gipfel nun vielmehr isoliert voneinander stehen, einer allen voran, der Cerro Torre, der zweitschwierigste Gipfel im weiten Rund und einer der schwierigsten in ganz S\u00fcdamerika. Trotz der fr\u00fchen Stunde beginnt der Wanderweg, sich langsam zu f\u00fcllen, da kommt es mir sehr gelegen, dass ich diesen \u00fcber eine Seilbr\u00fccke verlassen kann. Gelegentlich hilft man sich in Patagonien derart, um rei\u00dfende Fl\u00fcsse zu \u00fcberbr\u00fccken. Ohne Seilrolle, die ist n\u00e4mlich auf der anderen Seite und nur mit einem Karabiner ins Seil geclipt, erfordert dies erstaunlich viel Kraft, zumindest mit dem schweren Rucksack, da man vollkommen kopf\u00fcber, wie an einem 90\u00b0 \u00dcberhang, sich mit den Armen ans andere Ufer ziehen muss. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0030.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"473\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0030-473x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-983\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0030-473x1024.jpg 473w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0030-139x300.jpg 139w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0030.jpg 739w\" sizes=\"auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Zweimal muss ich hin\u00fcber, um die Gesamtheit meines Gep\u00e4cks zu bew\u00e4ltigen. Anschlie\u00dfend ist der Pfad kaum noch begangen und f\u00fchrt durch ein Waldst\u00fcck, das sich an die steile Flanke zwischen dem Gletschersee weiter unten und den eisigen Gipfeln dar\u00fcber schmiegt, empor.<br>Ich biege um eine Kurve und erreiche die dem Gletscher zugewandte Bergflanke. Augenblicklich erfasst mich so starker Wind, dass ich einige Schritte r\u00fcckw\u00e4rts mache. Daran hier oder gar weiter oben auf dem Eis zu zelten, ist nicht zu denken, zumal ein Schlechtwettertag ansteht. Da sich auch nun schon die Berge mehr und mehr in der aufziehenden Bev\u00f6lkerung verlieren, trete ich den R\u00fcckweg zum letzten brauchbaren Lagerplatz im Wald an. Dort schlage ich mein Zelt auf und verkrieche mich bald darin, da es trotz der geringen H\u00f6he im einsetzenden Nieselregen ungem\u00fctlich wird.<br><br>An dieser Situation \u00e4ndert sich am Folgetag wenig. Es ist kalt, mein Daunenschlafsack isoliert nicht mehr gut und obwohl es nachts nur 4\u00b0 sind, friere ich. Den ganzen Tag \u00fcber regnet es, nicht ununterbrochen, aber doch h\u00e4ufig genug, dass ich das Zelt nie l\u00e4nger als f\u00fcr wenige Minuten verlasse. Zudem st\u00fcrmt es, die S\u00fcdbuchen, erweisen sich zwar wieder als ausgezeichnete Windbrecher, so manche Sturmb\u00f6en heult zwar wenige Meter \u00fcber mir durch die Luft, l\u00e4sst die Zeltplane aber fast unbewegt, weniger erfreulich aber ist, dass sich durch den intensiven Niederschlag der Boden unter meinem Zelt wie auch ringsherum allm\u00e4hlich in eine einzige gro\u00dfe Matschfl\u00e4che verwandelt, sodass alles dreckig wird. Zum ersten Mal hinterfrage ich, ob es sinnvoll ist, im Zelt in diese Gegend zu reisen. Wof\u00fcr Tausende von Euros ausgeben, wenn man dann gezwungen ist, nahezu ununterbrochen 36 Stunden auf 2 m\u00b2 auszuharren und Grundnahrungsmittel von weniger vielf\u00e4ltigem Charakter zu einem Preis konsumiert, f\u00fcr den einem in Deutschland die luxuri\u00f6sen Zutaten nicht verwehrt blieben.<br><br><br>Auch am n\u00e4chsten Tage ist das Wetter bescheiden, ein kr\u00e4ftiger Regenschauer weckt mich bereits um 6 Uhr, doch bleibt die Hoffnung auf Wetterbesserung bestehen. Deshalb und weil mir die Zeit ausgeht, wenn das Wetter und die Kletterpartner es denn zu lassen, die ich noch in El Chalten zum Klettern zu Verf\u00fcgung habe, will ich einen letzten Vorsto\u00df in Richtung Gletscher wagen. Am Morgen zeichnet sich ein Sch\u00f6nwetterfenster ab, um w\u00e4hrenddessen klettern zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste ich aber auf die Ostseite des Fitzroy Massives gelangen, so bleiben mir f\u00fcr meine Gletscherexkursion nur die Morgenstunden, da ich ansonsten die restliche Etappe nicht mehr am heutigen Tag bew\u00e4ltigen k\u00f6nnte.<br><br>Noch h\u00e4ngt der Cerro Torre in Wolken, aber selbst unterhalb der Wolkendecke l\u00e4sst sich erkennen, dass es 400 m oberhalb von meinem Lagerplatz kr\u00e4ftig geschneit hat. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0011.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0011-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-984\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0011-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0011-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0011.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Die zunehmend erodierende Gletschermor\u00e4ne oberhalb umgehend, der Gletscher hat hier bereits 400 m an Dicke verloren, wandere ich weiter das Teil hinauf. Durch die sich lichtenden Wolken kann ich den Cerro Torre erkennen, eine unglaublich schmale Felsnadel, die sich durch ihre Eleganz von jedem anderen Berg der Erde abhebt. Ihr Sockel fu\u00dft in Gletschern, dar\u00fcber streben glatte, ebenm\u00e4\u00dfige Granitw\u00e4nde 1000 m empor, dort wo sie nicht 90\u00b0 steil sind, bedeckt von frischem Schnee, zu oberst gekr\u00f6nt vom Gipfeleispilz. Insgeheim hatte ich gehofft, im Tal zu meinen F\u00fc\u00dfen im Camp andere Kletterer vorzufinden, doch die gesamte Bergwelt um mich herum ist einsam, vollkommenen leer und still, bis auf das gelegentliche Krachen der Seracs oder des Steinschlags aus den Steilw\u00e4nden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0010.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0010-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-985\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0010-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0010-300x225.jpg 300w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0010.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><br>Da ich wenig optimistisch bin, hier noch jemanden zum Klettern anzutreffen und die Routen ohnehin sehr schwer sind, will ich den restlichen Tag nutzen, um an die Ostseite des Fitzroy zu wechseln. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0009.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0009-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-986\" srcset=\"https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0009-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0009-225x300.jpg 225w, https:\/\/wildnistrip.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/IMG-20260128-WA0009.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Abstieg am anderen Seeufer scheint durch die starke Erosion der Gletschermor\u00e4ne verschwunden zu sein, daher muss ich auf selbem Wege wieder zur\u00fcck. Kurz nachdem ich die Seilbr\u00fccke am Fluss \u00fcberquert habe, kommt mir eine Gruppe von Kletterern entgegen. Ich muss zugeben, ich beneide sie f\u00fcr das, was sie tun, beziehungsweise tun k\u00f6nnen, und frage mich, wie viel sich ver\u00e4ndert hat in den letzten zehn Jahren, im Vergleich zu der Zeit, als ich in den Bergen stets bewundernd jenen nachschaute, die dort hinaufstiegen, wo es f\u00fcr mich zu steil wurde.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zun\u00e4chst vielen Dank f\u00fcr eure netten Kommentare! Eine ganze Weile hat es gebraucht, dass ich wieder von mir h\u00f6ren lasse, was zwei Umst\u00e4nden geschuldet ist. Erstens, dass ich Strom, sprich Sonnenschein zum Schreiben auf dem Handy brauche, zweitens, dass die Tage an denen ich eine Internetverbindung habe, selten sind. 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