Mir ist etwas nach weniger anstrengenden Touren und so fahren wir Richtung Süden, eine Strecke, die Sascha schon kennt um einen Gletschersee zu besuchen. Es sollen nur 8 km ein Weg sein. Das schaffe ich doch locker.
Sascha übernimmt die Offroad Fahrerei und macht sich richtig gut darin. Wie immer findet er mit traumwandlerischer Sicherheit den Ausgangspunkt unserer nächsten Wanderung.
Es geht einen sehr zugewachsenen Weg entlang und die Routenfindung scheint einfach.

Denken wir zumindest! Im weiteren Verlauf verlieren wir den Pfad 20 Mal und finden uns im Sumpf oder undurchdringlichem Gestrüpp wieder. Zielsicher findet Sascha immer wieder den Pfad oder einen anderen Pfad – keine Ahnung, alleine wäre ich hier verloren.

Doch es ist sehr strapaziös durch Sumpf zu stapfen von einem Grasbüschel auf den nächsten zu navigieren, dennoch immer mal wieder abzugleiten und im Matsch zu stehen oder sich durch mannshohes Gestrüpp zu
zu kämpfen, welches einen nicht passieren lassen will. So wird auch diese gemütliche Wanderung etwas herausfordernder als angenommen.

Dennoch führt der oft nicht vorhandene Pfad durch traumhafte offene Landschaft. Die ersten Blätter färben sich und geben wunderschöne Kontraste zum türkisblauen rauschenden Fluss.
Wir sind etwas überrascht als wir es schließlich tatsächlich geschafft haben und vor dem türkisen Gletschersee stehen.

Zwei Gletscher kalben hier hinein und die Aussicht ist überwältigend. Ermattet nehmen wir unser Mittagsmahl ein und wie immer stürze ich mich zumindest zu einem 10 Sekunden Bad in den See.

Der Rückweg ist genauso strapaziös und weit. Wir stehen etwas seltener im Sumpf, sind aber froh unser Auto zu erreichen.